Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat am 3. Februar die Beta Version ihrer neuen Open Data Plattform vorgestellt. Die Onlineplattform bietet erstmals strukturierte Datensätze aus allen Ämtern der Stadtverwaltung frei zugänglich an und soll den Zugang zu öffentlichen Informationen für Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erleichtern.
Ziel und Inhalte der Plattform
Auf der Plattform werden Daten einheitlich aufbereitet und mit Such- und Filterfunktionen verfügbar gemacht. Unternehmen sollen die Daten für Analysen, Marktforschung und die Entwicklung von Smart City Anwendungen nutzen können. Wissenschaft und Forschung erhalten damit Material für praxisnahe Lehre und mögliche Kooperationen mit der Stadt. Die Verwaltung selbst will durch standardisierte, maschinenlesbare Daten fundierte Entscheidungen in Bereichen wie Stadtplanung, Mobilität und Klimaschutz unterstützen.
Die Plattform ist öffentlich erreichbar unter www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/stadtportraet/open-data/wi-open-data. In der aktuellen Beta Version sind bereits zahlreiche Datensätze zugänglich. Weitere Datensätze sowie Funktionen zur Datenvisualisierung werden in kommenden Schritten ergänzt.
Technik, Governance und Datenschutz
Technisch basiert die Lösung auf der Open Source Software Piveau und der Civora Plattform des Dienstleisters Daten Kompetenzzentrum Stadte und Regionen DKSR GmbH. Die Stadt plant, die Plattform an übergeordnete Datenportale von Land, Bund und der Europäischen Union anzubinden, damit Wiesbadener Datensätze auch überregional nutzbar sind.
Die Qualitätssicherung und ein sicherer Umgang mit den Daten seien durch die stadtweite Datenstrategie verankert, heißt es aus der Verwaltung. Nach Angaben der Dezernentin Maral Koohestanian ist die Plattform ein wichtiger Schritt, um Vertrauen in die Verwaltung zu stärken und Beteiligung sowie Innovation mit den Bürgerinnen und Bürgern zu fördern. Sie betonte zudem, dass der Schutz sensibler Daten für die Stadt höchste Priorität habe.
Nächste Schritte und Beteiligungsmöglichkeiten
Die jetzt veröffentlichte Beta Version wird öffentlich getestet und weiter optimiert. Geplant sind die Integration zusätzlicher Datensätze, der Ausbau von Visualisierungsmöglichkeiten und eine nutzerzentrierte Weiterentwicklung. Die Stadt kündigt verschiedene Beteiligungsformate an und will Workshops anbieten, in denen Interessierte lernen, wie sie die Daten verwenden können. Termine für diese Angebote werden nach Angaben der Verwaltung noch bekanntgegeben.
Entwickelt wurde die Plattform in Kooperation zwischen dem Amt für Statistik und Stadtforschung, dem Referat Smart City sowie dem Amt für Innovation, Organisation und Digitalisierung. Als Ansprechpartner werden unter anderem Patrick Schmelmer, Open Data Beauftragter im Amt für Statistik und Stadtforschung, und Dr. Annelie Heuser vom Amt für Statistik und Stadtforschung genannt.
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